Sind Cookies tot? Was das BGH Cookie Urteil für Sie bedeutet

cookies BGH

Der BGH ist nach einem spannenden Fall zwischen einem Anbieter von Online-Gewinnspielen, Planet 49, und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen letztendlich mit seinem aktuellen Urteil zum gleichen Entschluss gekommen wie der EuGH: Webseitenbetreiber brauchen eine aktive Einwilligung, um Cookies setzen zu dürfen.

Ein einfacher Hinweis, der aufpoppt mit einer Meldung „Wenn sie die Webseite weiter benutzen, stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu“ sowie eine vorangekreuzte Checkbox reichen nicht mehr aus! Sollten Sie diese Anforderungen auf Ihrer Webseite bisher nicht erfüllen, müssen schnellstmöglich handeln, um einer möglichen Abmahnung zu entgehen.

Was sind Cookies?

Kaum eine Webseite funktioniert heute ohne Cookies, diese haben die Funktion den Nutzer „wiederzuerkennen“. Cookies werden als Textinformationen zu einer bestimmten Webseite gespeichert und können daraufhin wieder ausgelesen werden. Durch Cookies können Analyse Tools wie Google Analytics Nutzer auf Webseiten verfolgen und Ihnen so das Nutzerverhalten darstellen.  

Dabei sind „unbedingt notwendige“ Cookies, die für den Betrieb der Webseite essenziell sind, ausgenommen. Allerdings gibt es keine verbindliche Aussage, welche Cookies wirklich essenziell sind. Man kann jedoch beruhigt davon ausgehen, dass Warenkorb Cookies, die Sprachauswahl oder der Login Status einer Webseite als notwendig betrachtet werden. Bei Google Analytics und bei Nutzung des Facebook-Pixels empfehlen wir Ihnen jedoch dringend die Methode der aktiven Einwilligung.

Was bedeutet das für Sie?

Was bedeutet das Urteil für Sie als Webseitenbetreiber? Nun ja – Menschen sind faul, sie wollen nicht erst alle einzelnen Punkte durchlesen und diese ankreuzen, nur um Informationen auf einer Webseite zu finden. Das heißt im Klartext: Nicht alle Besucher Ihrer Webseite werden die Cookies akzeptieren. Somit wird deren Nutzerverhalten nicht in Analytics oder andere Trackingdienste übertragen. Somit werden verlässliche Analysen über die Webseite und deren Besucher deutlich schwieriger.

Achten Sie bitte darauf, dass viele kostenlose und fertige Cookie-Banner welche es zum Download gibt nicht richtig funktionieren. Es muss darauf geachtet werden, dass die Cookies wirklich erst nach der aktiven Einwilligung gesetzt werden. Oftmals werden die Cookies trotzdem vorher schon geladen.

Datenschutzerklärung nicht vergessen!

Natürlich müssen Sie auch darauf achten, dass Ihre Datenschutzerklärung vollständig und richtig angelegt ist. Nutzer müssen dort detaillierte Informationen finden. Ebenfalls beachten müssen Sie, dass in der Datenschutzerklärung eine sogenannte „Opt-Out“ Funktion vorhanden ist. Diese sorgt dafür, dass die Cookies, welche aktiv gesetzt wurden, wieder entfernt werden und das Tracking beendet wird. Wir empfehlen Ihnen, hierfür nicht auf kostenlose Generatoren zurückzugreifen, da in diesem Fall kein Dritter für deren Richtigkeit haftet.

Wie haben Sie das Thema Datenschutz bisher auf Ihrer Webseite gelöst? Sind sie für die neue Regelung gewappnet? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen in den Kommentaren! Bei weiteren Fragen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

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