Print ist tot? Lang lebe Print!

Ja, die Dig­i­tal­isierung ist ein Segen unser­er Zeit. Ihr wird der Tri­umph über klas­sis­che Kom­mu­nika­tions­for­men nachge­sagt. Auch wenn das nicht ganz falsch ist, sollte man den Zusam­men­hang in quan­ti­ta­tiv­er Hin­sicht beleucht­en. Denn aus den bewährten Print­me­di­en wird aus Gewohn­heit etwas Beson­deres.

Ein Grund­satz im Mar­ket­ing besagt, dass je mehr Sinne an einem Erleb­nis beteiligt sind, desto stärk­er bleibt es im Kopf ver­ankert. Wir erin­nern uns an den Geschmack von Omas Kuchen, weil er nicht nur wun­der­bar riecht, son­dern auch gut schmeckt. Ein weit­er­er Vorteil: in diesem einen Moment beschäfti­gen wir uns nur mit dieser einen Sache, weil wir alle Sinne konzen­tri­eren müssen. Wir klick­en uns durch unzäh­lige Web­seit­en, klick­en Wer­bung weg oder überse­hen rel­e­vante Dinge ein­fach in der Flut an Infor­ma­tio­nen. Ein schönes Mag­a­zin allerd­ings wird für die spätere Lek­türe eher mal zur Seite gelegt und ist somit viel präsen­ter.

Gedrucktes weckt Emotionen

Trotz der Dig­i­tal­isierung kön­nen wir nur eine begren­zte Menge an Infor­ma­tio­nen ver­ar­beit­en. Die Gefahr, rel­e­vante Infor­ma­tio­nen zu überse­hen ist um ein Vielfach­es höher gewor­den als früher. Daher wer­den Qual­ität und Wer­tigkeit immer rel­e­van­ter und in diesem Punkt ist ein Print­pro­dukt unschlag­bar. Nicht zulet­zt sind span­nende Effek­te und Vere­delun­gen nur beim Druck­pro­dukt mach­bar: Ob Prä­gun­gen, Lack­ierun­gen, Heiß­folien­prä­gung oder Papi­er, dass sich wie echt­es Led­er anfühlt, es gibt unzäh­lige Möglichkeit­en ein wer­tiges Erleb­nis zu erzeu­gen.

Die Mischung machts!

Doch es gibt mit­tler­weile auch Möglichkeit­en, Print­pro­duk­te zu dig­i­tal­isieren und die Vorteile aus bei­den Wel­ten zu vere­inen. Ein erster Ver­such dabei sind die soge­nan­nten QR-Codes, mit denen man ver­sucht, die Men­schen von Druck­pro­duk­ten auf die Web­seite zu lock­en. Der Nutzer  muss allerd­ings ein geeignetes Smart­phone besitzen und eine App zum Scan­nen des Codes instal­lieren. Dass sich viele Leute diese Mühe machen, möchte ich bezwei­flen. Eine rel­a­tiv neue und span­nende Vari­ante ist ein einge­bauter NFC-Chip in Vis­itenkarten. Hier muss der Nutzer nur die Vis­itenkarte ans Handy hal­ten (NFC-Kom­pat­i­b­lität voraus­ge­set­zt, keine zusät­zliche Soft­ware nötig) und spe­ichert damit alle Kon­tak­t­dat­en vol­lau­toma­tisch im Tele­fon­buch des Smart­phones ein. Die Aktion, die aus­gelöst wird, ist dabei frei wählbar. Ein Öff­nen ein­er Web­seite oder die Instal­la­tion ein­er App wäre zum Beispiel auch möglich. Wir sind ges­pan­nt, wie die Fusion aus Druck­pro­duk­ten und Dig­i­tal­isierung weit­erge­ht.

Fazit

Wir find­en: Druck­pro­duk­te sind das Medi­um für beson­dere Inhalte! In ein­er Welt der Infor­ma­tions­flut spielt Qual­ität eine immer größere Rolle. Diese Chance soll­ten wir nutzen!